«Der Umgang der Nationalbank mit systemischen Krisen»

03.09.2009

Eine Veranstaltung der Reihe «Finanzmarktkrise – Herausforderung und Chance»

Die Globalisierung der Finanzmärkte hat die Zentralbanken zu den wichtigsten Akteuren an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft gemacht. Ihre Aufgabe ist durch die Dynamik der Finanzindustrie aber gleichzeitig auch wesentlich erschwert worden. Insbesondere zur Verhütung und Bekämpfung systemischer Krisen ist aktive Intervention und internationale Zusammenarbeit der Zentralbanken unabdingbar. Die Schweizerische Nationalbank hat schon früh vor den Gefahren gewarnt, die dem Finanzplatz Schweiz aus seiner weltweit höchsten Konzentration – und aus der weltweit höchsten Fremdkapitalquote seiner Grossbanken – erwachsen könnten. Sie ist bei der Krisenbekämpfung seit 2007/8 und bei der jetzt anstehenden Neuregelung der Finanzmärkte national und international ein bedeutender Player. Wie versucht sie, systemische Krisen in Zukunft zu verhindern?

Philipp Hildebrand, geb. 1963, Dr. phil., doktorierte 1994 an der Universität Oxford (Internationale Beziehungen). Er war wissenschaftlich und in Privatbanken tätig, bevor er 2003 vom Bundesrat ins Direktorium der Schweizerischen Nationalbank gewählt wurde. Heute ist er Vizepräsident dieses Gremiums, welchem er ab 2010 als Präsident vorstehen wird. Er hat sich bei der Bekämpfung von Systemkrisen als strategischer Kopf aufseiten der Behörden einen Namen gemacht.

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